» Vorträge » Bielefeld, 31.10.2003

Dr. Ute Verstegen

FAU Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für
 Christliche Archäologie
 und Kunstgeschichte

Kochstr. 6
D-91054 Erlangen

Raum: 2.012
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Sprechstunde:
mittwochs, 14-15 h

Bielefeld, 31.10.2003 

Männer in der Minderheit - Genderaspekte im BMBF-Projekt prometheus 

Tagung „VINGS: Innovation und Implementierung“ an der Universität Bielefeld.

Über 80 % der Studierenden in der Kunstgeschichte sind Frauen. Dennoch steht ihnen in den meisten Universitätsinstituten immer noch einer größeren Anzahl von männlichen Lehrenden gegenüber.

Das vom bmb+f seit 2001 geförderte, bundesweite Verbundprojekt „prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung & Lehre“ sah sich vor diesem Hintergrundund bei der Entwicklung von netzgestützten Lernelementen für die Forschung und die universitäre Lehre mit der besonderen Herausforderung einer in Genderaspekten ungewöhnlich zusammengesetzten Zielgruppe an Studierenden konfrontiert. Die vorliegenden Evaluationsergebnisse enthielten indes auf den ersten Blick überraschenderweise nur sehr wenige signifikante Hinweise auf geschlechtsspezifische Unterschiede, statt dessen kristallisierten sich vor allem verschiedene Lern-Typen heraus, die bei der Entwicklung des didaktischen Konzepts von prometheus berücksichtigt wurden (durch explorativen Zugang, alternative Repräsentationen von Inhalten etc.).

Sowohl in den Oberflächen der für prometheus entwickelten Metasuchmaschine als auch bei den Lernszenarien wird des weiteren durchgängig versucht, möglichst an allen Stellen auf eine gendersensible Sprache und eine entsprechende Auswahl an Identifikationspersonen zu achten.

Da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von prometheus als einem stark vom universitären „Mittelbau“ geprägten Projekt v.a. auf eine offene Kommunikation und Personalführung Wert legen, war es uns zudem wichtig - z.B. innerhalb der Lernelemente - immer die Ersteller/innen der Einzelelemente namentlich deutlich aufzuführen (z.B. "Studentische Arbeit - Veronika Unland"). Während es uns in personeller Hinsicht gelungen ist, innerhalb des Informatik-Teams sogar eine Mehrzahl an Frauen einzustellen und damit eine „klassische“ geschlechtsspezifische Arbeitsverteilung aufzubrechen, ist uns dies bei der Besetzung der pädagogischen Stellen nicht gelungen – hier verfügen wir im internen Team ausschließlich über Beraterinnen.

Sie finden hier den Vortrag als PDF-Datei zum Download (1,90 MB).